Protokoll AVV März

Themen
1.Moderation nächste VV
2.Schwerpunkt Griechenland
3.Ankündigungen
35 Personen anwesend

Orga
Keine_R will nächste VV zum Thema Bündnispolitik im Hinblick auf 2.6. (Tag der dt. Zukunft) vorbereiten. Soll noch mal am Ende der VV besprochen werden.

Griechenland
Drei Genoss_innen aus Griechenland berichten von ihren Erfahrungen und beantworten Fragen:
Ausgangspunkt des Berichtes waren die Auseinandersetzungen 2008 (Ermordung von Alexandros) als einschneidendes Erlebnis für die anarchistische/antiautoritäre Bewegung . Detailliert wurden die verschiedenen Aktionen beschrieben (Riots, Nachbarschaftstreffs, Haus/Platzbesetzungen usw.).
Es wurde betont, dass diesese Ereignisse nicht nur für Amarchist_Innen bedeutend waren sondern auch für „normale“ Bürger_Innen.
So verlassen sich Bürger_Innen größtenteils nicht mehr auf staatl. Institutionen und Parteien sondern organisieren sich z.T. in Stadtteilversammlungen. Da dort die Entscheidungsfindung im Konsens ist stattfindet sind die Sitzung oft mühsam und ohne Ergebnis aber es ein Lernprozess der Zeit und Unterstützung benötigt. Bisheriger Output der Versammlungen ist Boykott der neuen Häusersteuer, Initiative gegen Autobahnmaut und ein neues System zur Lebensmittelverteilung.
Meinung der Leute aus Griechenland war, dass der Aufstand von den Bürgern ausgeht und die anarchistische Szene dabei eine unterstützende Rolle spielen wird.
Betont wurde noch einmal die Zunahme der Repression. Es gibt zahlreiche politische Gefangene die sich nicht als unschuldig darstellen, sondern sich öffentlich positiv auf ihre Aktionen und den dahinter stehenden Idealen beziehen. Laut den Genoss_Innen wird es durch die politische Prozessführung transparententer, daß es eine Systemfrage gibt.
Danach ging es um das Bild in Griechenland von Europa und Deutschland, sowie die Sicht der anarchistischen Berwegung in Griechenland auf die linke Szene in Deutschland.
Allgemein ist die Sicht auf D und €ur sehr neagtiv, wo wird Griechenland wird als Wächter der Festung Europa betrachtet (2 Millionen illegalisierte „leben“ in Griechenland). Oft wird auch gesehen, dass der Wohlstand in Deutschland der schlechten Lage in Griechenland aufbaut. In der radikalen Linken wird allerdings nicht Deutschland, sondern Kapitalismus insgesamt als Problem betrachtet. Den Genoss_innen ist aufgefallen, dass dieFeindbilder in Griechenland klarer sind und klassenkämpferisches Bewußtsein in der linken Szene Ds kaum vorhanden ist. Stattdessen gibt’s in Deutschland eine Fokussierung auf Teilbereichskämpfe und die krasse Repression lähmt die Bewegung.
Abschließend wurde die Frage diskutiert wie Solidarität aussehen könnte. Es wurden direkte Aktionen gegen deutsche Firmen die in Griechenland negativ auffallen, Solidaritätsaktionen für von Repression Betroffene, sowie die Verbreitung von Gegeninfos vorgeschlagen.
Allgemein wiesen die Genoss_Innen aus Griechenland aber darauf hin, dass die Szene in Deutschland selbst weiß wo der der Staat verwundbar ist und ihr Potential einschätzen kann. Auch für sich selber kämpfen kann Solidarität sein.
Ankündigungen
-Vorabenddemo zum 2.6. geplant
-Flughafenaktionstag am 30.3. gegen innereuropäische Abschiebungen in verschiedenen Städten, in Hamburg um 18 uhr Terminal 1
-M31 Internationaler Aktionstag gegen Kapitalismus – Großdemo in Frankfurt/Main
Nächste VV will immer noch niemensch vorbereiten, d.h. nächstes mal Freestyle außer es findet sich noch wer bis zum 15.4. Vorschläge für nächstes Mal: Flora Papier „ Für einen solidarischen und respektvollen Umgang in linken Strukturen!“ als Diskussionsgrundlage, M31 Nachbereitung und Stand der Vorbereitungen zum 2.6.