Protokolle 2012

Die AVV existiert nicht mehr

Nachdem am 15.10. zum vierten Mal in Folge zu wenig Menschen zur AVV kamen, haben wir gemeinschaftlich das Projekt nach zweieinhalb Jahren beendet. Bei sowenig Interesse macht eine Weiterführung keinen Sinn.
Schade, denn der Versuch eine niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeit für „Neue“ und Unorganisierte zu schaffen, ist eine wichtige Aufgabe.
Vielleicht finden sich ja zu anderer Zeit andere Interessierte und starten einen neuerlichen Versuch…

Einladung vv am 15.10.2012

Nachdem die AVV die letzten drei Monate ausgefallen ist, soll sie am 15.10. wieder stattfinden.
Gesprächsthemen gibt es genug, z.B. die Geschehnisse rund ums Schanzenviertelfest, Auswertung der Politcamps (Antirassismus-, Antifa- und Antimilitarismuscamp), …
Also kommt zu Hauf, wenns wieder ausfällt weil kein Interesse ist, müssen wir das Projekt wohl begraben….

Protokoll 15. Juli

Die AVV am 15.7. fiel aus, da zu wenig Interessierte kamen (Sommerloch…).
Am 15.8. werden wir uns wieder um 19.30h in der Flora versammeln um über das Antifacamp in Dortmund, das Antimilitarismus Camp in Sachsen Anhalt und das Schanzenfest (25.8.) zu diskutieren.
See you!

Protokoll AVV Mai

2.6. TddZ
Hauptthema waren diesmal die Gegenaktivitäten für den Tag der deutschen Zukunft (TddZ). Vorgestellt wurde das Konzept des autonomen Antifabündnisses – als Ergebnis blieb zusammenfassend: „Naziaufmarsch verhindern mit allen Mitteln auf allen Ebenen“. Im Moment ist noch nicht klar, wo die Neo Nazis versuchen werden langzulaufen. Für mehr Infos von autonomer Seite schaut hier. Am 1.6. um 19.00 in der Roten Flora findet noch mal ein letztes Info-Update statt. Alle sind aufgerufen Schlafplätze bereitzustellen. Falls ihr Interesse an Massenblockaden bzw. der Großdemo habt guckt auf die Seite des HBgR.

1. Mai
Hauptsächlich von konservativ kommunistischen Gruppen organisiert. Viele alkoholisierte Leute auf der Demo – Stimmung sehr kämpferisch. Durchsagen des Lautis fanden viele Leute nicht ok, besonders als die Bullen den Lauti angriffen. Während der Demo Bullen eher zurückhaltend, später vor der FLORA sehr brutal.
Bericht von einer Genossin aus Berlin: Sehr viele Leute auf 1. Mai Demo. Ebenfalls kaum post/autonome Gruppen an Orga beteiligt. Demo ist in Bullenkessel reingelaufen und die Spitze wurde massiv von den cops angegriffen. Später Falschmeldungen von angeblich gefundenen Rohrbomben.

Hafengeburtstag
Militarisierung des Hafengeburtstags im Vergleich zum letzten Jahr gefühlt noch mal stärker. Es gab allerdings erfolgreiche antimilitaristische Aktionen, die jedoch von der bürgerlichen Presse ignoriert wurden. Idee fürs nächste Jahr: Falls Kapazitäten vorhanden Proteste noch mal ausweiten.

Schanzenfest
Findet statt am 25.8. Diesjähriges Motto: Kapitalismus, Krise, Widerstand – Schanzenfest auf Griechisch. Solidarität mit den Protesten, Streiks und Aufständen gegen soz. Kürzungen in Griechenland. Den Aufruf findet ihr bei Indymedia.

Ausblick
Viele haben sich gefragt warum die TeilnehmerInnenzahl stetig abnimmt. Liegt es am Konzept der AVV, sind die Themen zu langweilig oder wird zu wenig Werbung gemacht ?
Wir brauchen Kontinuität in Vorbereitung, Organisation und Umsetzung der AVV. Leute müssen das Gefühl haben was zu verpassen, wenn sie nicht da sind. VV organisiert sich scheinbar (noch) –:) nicht von allein. Wir sollten schauen welche Themen sind wirklich spannend, bieten Zündstoff und wo können Kontroversen aufgemacht werden.
Was hält Gruppen davon ab die AVV auch als Plattform für ihre politische Arbeit zu begreifen ?
Nächstes Mal gibt’s die Nachbereitung vom 2.6. und ein Ausblick auf Schanzenfest.

Protokoll AVV März

Themen
1.Moderation nächste VV
2.Schwerpunkt Griechenland
3.Ankündigungen
35 Personen anwesend

Orga
Keine_R will nächste VV zum Thema Bündnispolitik im Hinblick auf 2.6. (Tag der dt. Zukunft) vorbereiten. Soll noch mal am Ende der VV besprochen werden.

Griechenland
Drei Genoss_innen aus Griechenland berichten von ihren Erfahrungen und beantworten Fragen:
Ausgangspunkt des Berichtes waren die Auseinandersetzungen 2008 (Ermordung von Alexandros) als einschneidendes Erlebnis für die anarchistische/antiautoritäre Bewegung . Detailliert wurden die verschiedenen Aktionen beschrieben (Riots, Nachbarschaftstreffs, Haus/Platzbesetzungen usw.).
Es wurde betont, dass diesese Ereignisse nicht nur für Amarchist_Innen bedeutend waren sondern auch für „normale“ Bürger_Innen.
So verlassen sich Bürger_Innen größtenteils nicht mehr auf staatl. Institutionen und Parteien sondern organisieren sich z.T. in Stadtteilversammlungen. Da dort die Entscheidungsfindung im Konsens ist stattfindet sind die Sitzung oft mühsam und ohne Ergebnis aber es ein Lernprozess der Zeit und Unterstützung benötigt. Bisheriger Output der Versammlungen ist Boykott der neuen Häusersteuer, Initiative gegen Autobahnmaut und ein neues System zur Lebensmittelverteilung.
Meinung der Leute aus Griechenland war, dass der Aufstand von den Bürgern ausgeht und die anarchistische Szene dabei eine unterstützende Rolle spielen wird.
Betont wurde noch einmal die Zunahme der Repression. Es gibt zahlreiche politische Gefangene die sich nicht als unschuldig darstellen, sondern sich öffentlich positiv auf ihre Aktionen und den dahinter stehenden Idealen beziehen. Laut den Genoss_Innen wird es durch die politische Prozessführung transparententer, daß es eine Systemfrage gibt.
Danach ging es um das Bild in Griechenland von Europa und Deutschland, sowie die Sicht der anarchistischen Berwegung in Griechenland auf die linke Szene in Deutschland.
Allgemein ist die Sicht auf D und €ur sehr neagtiv, wo wird Griechenland wird als Wächter der Festung Europa betrachtet (2 Millionen illegalisierte „leben“ in Griechenland). Oft wird auch gesehen, dass der Wohlstand in Deutschland der schlechten Lage in Griechenland aufbaut. In der radikalen Linken wird allerdings nicht Deutschland, sondern Kapitalismus insgesamt als Problem betrachtet. Den Genoss_innen ist aufgefallen, dass dieFeindbilder in Griechenland klarer sind und klassenkämpferisches Bewußtsein in der linken Szene Ds kaum vorhanden ist. Stattdessen gibt’s in Deutschland eine Fokussierung auf Teilbereichskämpfe und die krasse Repression lähmt die Bewegung.
Abschließend wurde die Frage diskutiert wie Solidarität aussehen könnte. Es wurden direkte Aktionen gegen deutsche Firmen die in Griechenland negativ auffallen, Solidaritätsaktionen für von Repression Betroffene, sowie die Verbreitung von Gegeninfos vorgeschlagen.
Allgemein wiesen die Genoss_Innen aus Griechenland aber darauf hin, dass die Szene in Deutschland selbst weiß wo der der Staat verwundbar ist und ihr Potential einschätzen kann. Auch für sich selber kämpfen kann Solidarität sein.
Ankündigungen
-Vorabenddemo zum 2.6. geplant
-Flughafenaktionstag am 30.3. gegen innereuropäische Abschiebungen in verschiedenen Städten, in Hamburg um 18 uhr Terminal 1
-M31 Internationaler Aktionstag gegen Kapitalismus – Großdemo in Frankfurt/Main
Nächste VV will immer noch niemensch vorbereiten, d.h. nächstes mal Freestyle außer es findet sich noch wer bis zum 15.4. Vorschläge für nächstes Mal: Flora Papier „ Für einen solidarischen und respektvollen Umgang in linken Strukturen!“ als Diskussionsgrundlage, M31 Nachbereitung und Stand der Vorbereitungen zum 2.6.